KT Wärmesysteme AG
Ratgeber · Wärme und Solarstrom koordinieren

Wärmepumpe und Photovoltaik sinnvoll verbinden.

Wärmepumpe und Photovoltaik ergänzen sich, ihre Erzeugungs- und Lastprofile decken sich aber nicht automatisch. Der grösste Heizbedarf liegt häufig in Zeiten mit geringerem Solarertrag. Eine gute Planung verschiebt geeignete Lasten wie Warmwasser oder begrenzte thermische Speicherung in sonnige Zeitfenster, ohne Komfort, Effizienz oder Netzanschluss zu überfordern. Dafür müssen Energiemessung, Freigaben, Sollwerte und Systemgrenzen klar sein. Auch der verbleibende Netzbezug wird realistisch berücksichtigt.

Eigenverbrauch braucht eine abgestimmte Betriebslogik.

Eine einfache Ein/Aus-Freigabe nutzt nur einen Teil der Möglichkeiten. Ebenso wenig sinnvoll ist es, Temperaturen ohne Grenze anzuheben, nur weil gerade Solarstrom verfügbar ist.

Zeitliche Deckung

Erzeugung und Wärmebedarf werden in Tages- und Saisonprofilen verglichen statt nur als Jahressummen betrachtet.

Warmwasser

Ladefenster lassen sich häufig gezielt legen; Speichertemperatur, Hygieneanforderungen und Bereitschaftsverluste bleiben begrenzend.

Gebäudespeicher

Fussbodenheizung und Gebäudemasse können begrenzt verschieben, dürfen aber nicht mit beliebiger Energiespeicherung gleichgesetzt werden.

Messung

Zähler, Wechselrichter, Energiemanager und Wärmepumpe benötigen klar definierte Daten oder Signale.

Leistungsgrenzen

Netzanschluss, Hausverbrauch, Batteriespeicher und elektrische Zusatzheizung werden in einer gemeinsamen Priorität geordnet.

Regelqualität

Die Wärmepumpe muss ihre eigenen Schutz-, Mindestlaufzeit- und Temperaturgrenzen jederzeit beibehalten.

Schnittstellen vor der Ausführung klären.

  • Photovoltaikleistung, Ausrichtung und erwartetes Erzeugungsprofil
  • Hausverbrauch, Wärmepumpenlast und weitere grosse elektrische Verbraucher
  • verfügbare Zähler-, Wechselrichter- oder Energiemanagementdaten
  • Warmwasserspeicher, Heizsystem und zulässige Temperaturverschiebung
  • Batteriespeicher, Netzanschluss und lokale Leistungsbegrenzungen
  • gewünschte Betriebsarten sowie Verantwortlichkeiten der beteiligten Systeme

Von der Frage zum belastbaren Konzept.

  1. Erzeugung, Hausverbrauch und Wärmelasten zeitlich gegenüberstellen.
  2. Nutzbare Speicher, Schnittstellen und elektrische Grenzen bestimmen.
  3. Prioritäten, Freigaben und Sollwertverschiebungen eindeutig dokumentieren.
  4. Betrieb nach Inbetriebnahme mit Messdaten prüfen und gezielt nachstellen.