KT Wärmesysteme AG
Eine Baureihe für grosse Lasten

Leistung, die mit dem Gebäude mitdenkt.

ADAPT MAX ist eine modulierende Luft/Wasser-Wärmepumpe für grössere Heiz- und Kühlaufgaben. Die vier Systemgrössen verbinden ein bis vier 35-kW-Module zu vorkonfigurierten Einheiten. Dadurch lassen sich Teillast, Betriebssicherheit und spätere Projektanforderungen präziser abbilden als mit einem einzigen starren Wärmeerzeuger.

KRONOTERM entwickelt und produziert das System. KT Wärmesysteme übernimmt in der Schweiz die Einordnung für das konkrete Gebäude: Heizlast und Leistung bei Auslegungstemperatur, Hydraulik, Warmwasser, Schall, Aufstellung, Regelung, Inbetriebnahme und Cloud-Anbindung.

ADAPT MAX System mit modularen Ausseneinheiten
Herstellerdaten richtig eingeordnet

Fünf Werte für den ersten Projektcheck.

Spitzenwerte allein ersetzen keine Auslegung. Sie zeigen aber, ob die Baureihe grundsätzlich zum Temperatur-, Leistungs- und Aufstellungsprofil des Gebäudes passt.

10–140 kWmodulierender Leistungsbereich der Baureihe
5,82SCOP der 10035 bei 35 °C, mittlerem Klima, EN 14825
49 dB(A)Schallleistung LWA der 10035 bei 35-°C-Anwendung
−25 °Cuntere Aussentemperaturgrenze im Heizbetrieb
75 °Cmaximale Wasseraustrittstemperatur im Betriebsbereich

Quelle und Bedingungen: KRONOTERM Produktblatt ADAPT MAX, Revision 11. Die erreichbare Leistung und Effizienz hängen vom Betriebspunkt und von der Systemauslegung ab.

Technischer Vergleich

Vier Grössen. Klar vergleichbar.

Die Verkaufsbezeichnung 35, 70, 105 oder 140 kW ist nur der Einstieg. Für ein Schweizer Projekt zählt vor allem die Leistung am tatsächlichen Auslegungspunkt.

Auszug aus dem KRONOTERM Produktblatt ADAPT MAX, Revision 11
Merkmal10035100701010510140
Module1234
Max. Heizleistung A7/W30–3535,40 kW70,74 kW106,09 kW141,43 kW
Max. Heizleistung A−7/W30–3532,49 kW64,98 kW97,47 kW129,96 kW
Pdesignh W35, mittleres Klima27 kW53 kW80 kW106 kW
SCOP W35 / W55, mittleres Klima5,82 / 4,365,81 / 4,355,80 / 4,345,80 / 4,34
Schallleistung LWA W35 / W5549 / 50 dB(A)52 / 53 dB(A)54 / 55 dB(A)55 / 56 dB(A)
Netto B × H × T1575 × 1575 × 960 mm3375 × 1683 × 960 mm5000 × 1683 × 960 mm6625 × 1683 × 960 mm
Nettomasse482 kg1102 kg1630 kg2080 kg
R290-Füllmenge3,75 kg2 × 3,75 kg3 × 3,75 kg4 × 3,75 kg

A7/W30–35 bedeutet 7 °C Aussenluft und Wasser von 30 auf 35 °C. A−7/W30–35 zeigt, wie sich die maximale Heizleistung bei tieferer Aussentemperatur verändert.

W35 und W55 dürfen nicht vermischt werden: Je höher die benötigte Vorlauftemperatur, desto tiefer fällt die saisonale Effizienz aus. Deshalb beginnt eine belastbare Wahl immer mit Heizlast und realem Temperaturniveau.

Modularität und Redundanz

Mehr Module sind nicht einfach nur mehr Kilowatt.

Der modulare Aufbau beeinflusst Teillast, Regelung, Wartung und Betriebssicherheit. Diese vier Punkte müssen bereits im Hydraulik- und Regelkonzept zusammengedacht werden.

01 · Systemgrösse

1 bis 4 Module

10035, 10070, 10105 und 10140 kombinieren ein, zwei, drei oder vier Module in definierten Systemgrössen.

02 · Teillast

Nur so viel wie nötig

Modulierende Verdichter und die abgestimmte Regelung reduzieren unnötiges Takten, wenn die aktuelle Last unter der Spitzenlast liegt.

03 · Redundanz

Weiterbetrieb statt Stillstand

Fällt ein Modul aus oder wird gewartet, können verbleibende Module weiterarbeiten. Die verfügbare Gesamtleistung sinkt entsprechend – Redundanz muss deshalb geplant werden.

04 · Kaskade

ADAPT MAX und KSM Pro trennen

Mehrmodulige 70-, 105- und 140-kW-Systeme sind vorkonfigurierte ADAPT-MAX-Grössen. KSM Max führt die internen Module. Mehrere vollständige ADAPT-MAX-Systeme werden nur als übergeordnete KSM-Pro-Ebene mit eigener Hydraulik-, Elektro-, Schall-, Remote-Unterstationen- und Redundanzplanung verbunden.

05 · Wartung

Zugänglichkeit vorsehen

Serviceflächen, Fundament, Transportweg und der Austausch einzelner Komponenten gehören in die frühe Anlagenplanung.

06 · Erweiterung

Ausbau realistisch bewerten

Eine spätere Erweiterung benötigt nicht nur Geräteplatz, sondern Reserven bei Hydraulik, Stromversorgung, Schall und Regelung.

Systemauslegung in der Schweiz

Vom Gebäude zur richtigen Anlage – nicht umgekehrt.

Die Wärmepumpe ist nur ein Teil des Systems. Für Mehrfamilienhäuser, Schulen, Hotels und Gewerbe bestimmen Lastprofil, Warmwasser und Bestandsanlage die Lösung.

01

Heizlast und Temperaturen

Norm-Heizlast, reale Verbrauchsdaten, Heizflächen und notwendige Vorlauftemperatur werden gemeinsam bewertet.

02

Leistung am Auslegungspunkt

Massgebend ist nicht nur A7/W35, sondern die verfügbare Leistung bei der lokalen Auslegungstemperatur und dem benötigten Wasserniveau.

03

Warmwasser-Spitzenlast

Wohnungszahl, Nutzung, Zapfprofil und Ladefenster bestimmen Speicher, Ladeleistung und mögliche Prioritäten.

04

Hydraulische Einbindung

Volumenstrom, Pufferspeicher, hydraulische Trennung, Pumpen und bestehende Verteilsysteme werden aufeinander abgestimmt.

05

Aufstellung und Schall

Fundament, Luftführung, Abstände, Kondensat, Nachbarschaft und Beurteilungspunkt werden vor der Bestellung geprüft.

06

Regelung und Betrieb

Heizkreise, Warmwasser, Spitzenlast, Gebäudeleittechnik, Cloud und Zuständigkeiten werden als Betriebsstrategie dokumentiert.

Aufstellung ohne Überraschungen

Schall und Abstände gemeinsam planen.

Schall wird separat beurteilt. Funktions- und Sicherheitsabstände lösen unterschiedliche Aufgaben und gelten gleichzeitig. Die definitive Aufstellung folgt der jeweiligen Systemgrösse und der passenden Herstellerzeichnung.

SCHALL

Schallleistung ist nicht der Pegel beim Nachbarn

Die Herstellerwerte von 49 bis 56 dB(A) sind Schallleistungspegel der Systemgrössen und Temperaturanwendungen. Der Schalldruck an einem Fenster oder an der Parzellengrenze hängt zusätzlich von Abstand, Richtwirkung, Reflexionen, Betriebszeit und Aufstellort ab.

KT beurteilt deshalb nicht nur den Katalogwert, sondern die konkrete Situation und berücksichtigt einen geeigneten Betriebs- und Aufstellungsansatz.

FUNKTIONSABSTAND

Luftführung und Wartung brauchen freien Raum

Der Funktionsabstand verhindert einen Luftkurzschluss und hält die Module zugänglich. Die Herstelleranleitung nennt unter anderem mindestens 3'000 mm vor dem Luftaustritt und 1'000 mm nach oben. Weitere Abstände unterscheiden sich nach Systemgrösse, Geräteseite und Kaskadenanordnung.

Bei mehreren Systemen werden auch die Anströmrichtung und die Abstände zwischen beziehungsweise gegenüberliegenden Gerätereihen geprüft.

SICHERHEITSABSTAND

Der R290-Freiraum folgt dem möglichen Leckagebereich

ADAPT MAX verwendet R290 mit einem GWP von 0,02; je Modul sind 3,75 kg enthalten. Der Sicherheitsfreiraum hält den möglichen Ausbreitungsbereich frei von Zündquellen, Türen, Fenstern, Schächten, Löchern und anderen Stellen, in denen sich das schwerere Kältemittel sammeln könnte.

Für die freie Aufstellung markieren die Herstellerzeichnungen 2'500 mm. Wand- und Eckaufstellung besitzen eigene, systemgrössenabhängige Geometrien und dürfen nicht aus diesem Einzelwert abgeleitet werden.

GEMEINSAME PRÜFUNG

Keiner der beiden Abstände ersetzt den anderen

Ein ausreichender Luft- und Wartungsabstand beweist noch keinen sicheren R290-Aufstellort. Umgekehrt garantiert ein freier Sicherheitsbereich weder Luftdurchsatz noch Zugänglichkeit.

KT legt beide Hüllflächen übereinander. Wo sie sich überschneiden, ist in jeder Richtung die strengere Anforderung massgebend; zusätzlich werden Schall, Fundament, Kondensat und Leitungsführung geprüft.

Gebäudeleittechnik und Fernzugriff

Offen für Betrieb, Diagnose und Optimierung.

Die Innensteuerungen bieten einen BMS-Anschluss über Modbus/RS485. Der Internetanschluss erfolgt per Ethernet/RJ45. Über CLOUD.KRONOTERM lassen sich Anlage, Heizkreise, Ereignisse und Betriebsparameter überwachen.

Für Betreiber ist entscheidend, welche Datenpunkte die Gebäudeleittechnik benötigt, wer Alarme erhält und wer Änderungen freigibt. KT definiert diese Schnittstellen zusammen mit Planer, Elektroplanung und Betreiber, statt die Cloud nur als App zu betrachten.

Auf Wunsch liefert KT zusätzlich eine Komplettsteuerung, die neben der Wärmeerzeugung auch Speicher, Heiz- und Kühlkreise, Warmwasser, Zusatzquellen, Photovoltaik und Energiemanagement koordiniert. Die Elektro- und Hydraulikprinzipien werden im eigenen CAD erstellt und versioniert.

Modbus / RS485Anbindung an die Gebäudeleittechnik über RJ45
EthernetNetzwerkanschluss für CLOUD.KRONOTERM
KSM MaxFührung von ein bis vier internen 10035-Modulen innerhalb eines ADAPT-MAX-Systems
KSM ProÜbergeordnete Führung von bis zu zehn ADAPT-2- oder ADAPT-MAX-Geräten beziehungsweise Systemen
KT KomplettsteuerungWärmeabgabe, Speicher, Zusatzquellen und Energiemanagement
FernanalyseEreignisse und Betriebsparameter als Grundlage für Diagnose und Optimierung
Direkt verfügbar

Technische Unterlagen zur ADAPT MAX.

Die wichtigsten Herstellerdokumente sind ohne Umweg erreichbar. Projektbezogene Hydraulik-, Fundament- und CAD-Unterlagen erhalten Fachpartner zusätzlich im Dokumentencenter.

Betrieb und Unterstützung

ADAPT MAX bleibt nach der Auswahl klar begleitet.

Unterlagen, Inbetriebnahme und Service führen über bestehende KT-Wege. Gerätedaten und Projektkontext müssen nicht in einem neuen Parallelprozess erfasst werden.

Häufige Projektfragen

ADAPT MAX verständlich erklärt.

Kurze Antworten für die Vorprüfung. Die definitive Auslegung erfolgt immer für das konkrete Gebäude.

Sind 70, 105 und 140 kW einzelne Wärmepumpen oder Kaskaden?

Es sind definierte ADAPT-MAX-Systemgrössen aus zwei, drei oder vier internen 10035-Modulen. KSM Max führt diese internen Einheiten. Mehrere vollständige ADAPT-MAX-Systeme werden bei Bedarf als übergeordnete KSM-Pro-Anlage mit eigener Hydraulik-, Elektro-, Schall- und Redundanzplanung ausgelegt.

Welche Leistung steht bei −7 °C noch zur Verfügung?

Bei A−7/W30–35 nennt KRONOTERM maximal 32,49 kW für die 10035, 64,98 kW für die 10070, 97,47 kW für die 10105 und 129,96 kW für die 10140. Bei höheren Vorlauftemperaturen gelten andere Werte.

Eignet sich ADAPT MAX für eine Sanierung mit Heizkörpern?

Der Heizbetrieb erlaubt Wasseraustrittstemperaturen bis 75 °C. Ob das wirtschaftlich passt, hängt von Heizlast, Heizflächen und tatsächlich benötigter Vorlauftemperatur ab. Eine Heizkörper- und Betriebspunktprüfung ist deshalb wichtiger als der Maximalwert.

Wie wird Warmwasser im Mehrfamilienhaus gelöst?

Zapfprofil, Wohnungszahl, Ladefenster, Speichertemperatur und Zirkulation bestimmen die Lösung. Je nach Projekt werden Puffer, Schichtenspeicher, Ladeleistung und Prioritäten so ausgelegt, dass Heizung und Warmwasser einander nicht unkontrolliert Leistung entziehen.

Was bedeutet Redundanz bei einem modularen System?

Verbleibende Module können bei Wartung oder Ausfall eines Moduls weiterarbeiten. Die Anlage hat dann aber weniger verfügbare Leistung. Ob diese Restleistung für den gewünschten Betrieb reicht, muss bereits in der Auslegung festgelegt werden.

Sind 49 dB(A) am Nachbarfenster zu erwarten?

Nein. 49 dB(A) ist der Schallleistungspegel der 10035 bei der 35-°C-Anwendung. Der Schalldruck am Beurteilungspunkt hängt unter anderem von Abstand, Richtwirkung, Reflexion, Aufstellort und Betriebsweise ab.

Kann ADAPT MAX an eine Gebäudeleittechnik angebunden werden?

Ja. Die Innensteuerung unterstützt Modbus über RS485; Netzwerk und CLOUD.KRONOTERM werden über Ethernet angebunden. Die benötigten Datenpunkte und Zuständigkeiten sollten mit der Elektro- und MSR-Planung abgestimmt werden.

Welche Angaben braucht KT für eine erste Auslegung?

Benötigt werden mindestens Standort, Gebäudenutzung, Norm-Heizlast oder belastbare Verbrauchsdaten, Systemtemperaturen, Warmwasserprofil, verfügbare Aufstellfläche, Schallsituation, bestehende Hydraulik und gewünschte Redundanz.

Nächster Schritt

Aus Daten wird erst mit Systemplanung eine gute Anlage.

Senden Sie uns Heizlast, Temperaturen, Warmwasserprofil und Aufstellplan. KT Wärmesysteme prüft daraus Leistungsgrösse, Hydraulik, Schall, Regelung und die nächsten Projektschritte.