Kaskade · Redundanz · Gesamtsteuerung

Wärmepumpen-Kaskade. Leistung als System geplant.

Mehrere Wärmepumpen ergeben erst dann eine belastbare Anlage, wenn Betriebspunkte, Stufenfolge, Hydraulik, Elektro, Schall, Warmwasser und Regelung gemeinsam ausgelegt werden. KT plant die Kaskade vom Wärmeerzeuger bis zur Wärmeabgabe.

Mehr als mehrere Geräte

Die Kaskade ist eine Betriebsstrategie.

Eine Kaskade verteilt den aktuellen Leistungsbedarf auf mehrere Wärmepumpen oder Module. Welche Einheit wann startet, wie lange sie läuft und welche Leistung verfügbar bleibt, wird nicht erst bei der Inbetriebnahme entschieden.

Die Auslegung beginnt mit Heizlast, Betriebspunkt und Lastverlauf. Dazu kommen Warmwasser-Spitzen, Temperaturzonen, Speicher, Abtauphasen, Mindestvolumenstrom, elektrische Anschlussleistung und die gewünschte Verfügbarkeit.

KT trennt die Ebenen sauber: Bei ADAPT 2 werden bis zu vier Geräte mit der normalen KRONOTERM-Regelung geführt. ADAPT MAX wird als abgestimmtes System aus ein bis vier internen Modulen geliefert; diese internen Einheiten werden mit KSM Max geführt. KSM Pro koordiniert übergeordnet bis zu zehn ADAPT-2- oder ADAPT-MAX-Geräte beziehungsweise Systeme inklusive Remote-Unterstationen.

Sechs Planungsbereiche

Von der Lastkurve bis zur letzten Pumpe.

Die richtige Anzahl Geräte ist nur ein Teil der Aufgabe. Entscheidend ist, wie Wärmeerzeugung, Verteilung und Gebäude im realen Betrieb zusammenarbeiten.

  1. 01

    Leistung am Betriebspunkt

    Heizlast, Aussentemperatur, Vorlauf und verfügbare Geräteleistung werden für den massgebenden Betriebspunkt zusammengeführt.

  2. 02

    Lastverlauf und Teillast

    Stufenfolge, Modulation, Mindestleistung und Laufzeitausgleich werden auf den saisonalen Bedarf abgestimmt.

  3. 03

    Hydraulik und Volumenstrom

    Primär- und Sekundärseite, Speicher, Pumpen, Ventile und hydraulische Entkopplung sichern die notwendigen Betriebsbedingungen.

  4. 04

    Warmwasser und Spitzen

    Ladeleistung, Speicher, Zirkulation, Zeitfenster und Prioritäten werden getrennt von der reinen Raumheizlast geprüft.

  5. 05

    Elektro und Energiemanagement

    Anschlussleistung, Freigaben, Sperren, Eigenstrom, Lastmanagement und mögliche Zusatzwärmeerzeuger erhalten eine klare Logik.

  6. 06

    Schall, Platz und Service

    Aufstellung, gleichzeitiger Betrieb, Luftführung, R290-Sicherheitsbereiche und Zugänglichkeit werden als Gesamtanlage beurteilt.

Zwei Ebenen, eine Betriebslogik

Geräteregelung und Gesamtsteuerung klar trennen.

Die Wärmepumpenregelung führt die Geräte. Eine übergeordnete Anlagensteuerung kann zusätzlich Wärmeabgabe, Speicher und Energieflüsse koordinieren.

KRONOTERM Systemebene

Module und Wärmepumpen führen

  • Aktivierung der verfügbaren Geräte oder Module
  • Modulation und Laufzeitausgleich
  • Freigaben, Betriebsarten und Störmeldungen
  • Anbindung an CLOUD.KRONOTERM nach Systemkonfiguration
Optionale KT-Gesamtsteuerung

Das Gebäude als Ganzes betreiben

  • Heizkreise, Speicher, Pumpen und Mischventile
  • Warmwasser, Spitzenlast und Zusatzwärmeerzeuger
  • Eigenstrom, Lastmanagement und Energiemanagement
  • Gebäudeleittechnik und projektspezifische Schnittstellen
Herstellerunterlagen und KT-Planung

Aussagen mit ihrer Ebene verbinden.

Inhaltlich geprüft am 26. Juli 2026. Für die Ausführung gelten die zum Planungszeitpunkt aktuellen Produkt-, Regler-, Elektro- und Hydraulikunterlagen sowie die bestätigte Projektkonfiguration.

Häufige Fragen

Kaskaden verständlich eingeordnet.

Kurze Antworten für die Vorplanung. Die definitive Ausführung bleibt gebäude-, modell- und schnittstellenbezogen.

Was ist eine Wärmepumpen-Kaskade?

Mehrere Wärmepumpen oder Module werden über eine gemeinsame Betriebsstrategie so geführt, dass die verfügbare Leistung dem aktuellen Bedarf folgt.

Ist eine Kaskade automatisch redundant?

Nein. Redundanz muss mit dem Lastfall, der verbleibenden Leistung und gemeinsam genutzten Komponenten geplant werden. Ein zusätzlicher Wärmeerzeuger allein beweist noch keine zugesicherte Verfügbarkeit.

Wie werden ADAPT MAX und KSM Pro abgegrenzt?

ADAPT MAX wird als Systemgrösse mit einem bis vier internen Modulen geliefert; diese Ebene führt KSM Max. Mehrere ADAPT-MAX-Systeme oder gemischte Anlagen mit ADAPT 2 werden über KSM Pro projektiert, inklusive Hydraulik, Elektro, Schall, Remote-Unterstationen und Reserve.

Welche Aufgaben kann die KT-Gesamtsteuerung übernehmen?

Je nach Projekt kann sie Wärmepumpenfreigaben, Heizkreise, Speicher, Pumpen, Mischventile, Warmwasser, Zusatzwärmeerzeuger, Eigenstrom und Energiemanagement zusammenführen.

Welche Angaben braucht KT für eine erste Kaskadenplanung?

Benötigt werden Standort, Gebäudenutzung, Heizlast oder Verbrauchsdaten, Systemtemperaturen, Warmwasserprofil, Lastverlauf, Aufstellfläche, Schallsituation, bestehende Hydraulik, Elektroanschluss und gewünschte Verfügbarkeit.

Anwendung gezielt vertiefen

Dieselbe Kaskade löst nicht in jedem Gebäude dieselbe Aufgabe.

Heizlast, Warmwasserspitzen, Betriebszeiten, Kühlung und geforderte Restleistung unterscheiden sich je nach Nutzung. Die passenden Planungswege ordnen diese Anforderungen ein, bevor Anzahl und Grösse der Geräte festgelegt werden.

Nächster Schritt

Erst Lasten und Betriebsfälle. Dann die Anzahl Geräte.

Senden Sie uns Heizlast, Temperaturen, Warmwasserprofil und gewünschte Reserve. KT ordnet Systemgrösse, Kaskade, Hydraulik und Regelung gemeinsam ein.