R290 · Propan · Schweizer Planung

R290-Wärmepumpe. Natürliches Kältemittel, konkret geplant.

R290 reduziert die Klimawirkung des Kältemittels deutlich. Die Wahl ist trotzdem kein Freipass für eine beliebige Aufstellung: Sicherheitsbereich, Öffnungen, Zündquellen, Gelände, Schall und Servicezugang gehören vor die Bestellung.

Einordnung statt Schlagwort

R290 beschreibt das Kältemittel. Nicht die ganze Anlage.

Das Bundesamt für Umwelt führt R290 als natürliches, nicht ozonschichtabbauendes und in der Luft nicht stabiles Kältemittel. In der aktuellen Schweizer Übersicht wird R290 mit ODP 0, GWP 3 und der Sicherheitsgruppe A3 ausgewiesen.

GWP-Zahlen können je nach Bewertungsgrundlage und Zeithorizont unterschiedlich ausgewiesen werden. Für diese Seite verwenden wir bewusst den publizierten Schweizer Behördenwert mit Datum, statt verschiedene Zahlen unkommentiert zu vermischen.

Ob eine Wärmepumpe effizient, leise und für ein Gebäude geeignet ist, entscheiden zusätzlich Temperaturhub, Betriebspunkt, Dimensionierung, Hydraulik, Wärmeabgabe, Regelung und Aufstellung.

Sechs Prüfbereiche

Der Sicherheitsbereich beginnt auf dem Plan.

Abstände und Randbedingungen sind modellbezogen. Massgebend bleiben die aktuelle Installationsanleitung, die konkrete Füllmenge und die reale Aufstellsituation.

  1. 01

    Modell und Unterlage

    Gerätevariante, Kältemittelfüllmenge und aktuelle Herstellerrevision eindeutig festlegen.

  2. 02

    Öffnungen und Schächte

    Fenster, Türen, Lichtschächte, Abläufe und weitere Gebäudeöffnungen im betroffenen Bereich prüfen.

  3. 03

    Zündquellen

    Elektrische Betriebsmittel, Feuerstellen und andere mögliche Zündquellen standortbezogen beurteilen.

  4. 04

    Gelände und Austrittsweg

    Senken, Mauern, Durchgänge und Stellen vermeiden, an denen austretendes Kältemittel eingeschlossen werden könnte.

  5. 05

    Fundament und Kondensat

    Tragfähigkeit, Vereisung, Entwässerung, Schneehöhe und freie Luftführung gemeinsam lösen.

  6. 06

    Service und Dokumentation

    Zugang, Absperrung, Elektro, Kennzeichnung und Zuständigkeiten für Betrieb und Service nachvollziehbar dokumentieren.

Nutzen und Grenze

Was R290 verändert – und was nicht.

Eine gute Entscheidung trennt die Eigenschaften des Kältemittels von den Eigenschaften des konkreten Wärmepumpensystems.

R290 trägt bei zu

Kleinerer direkter Klimawirkung

  • BAFU-Einstufung als natürliches Kältemittel
  • Ozonabbaupotenzial 0
  • niedriges GWP gegenüber vielen synthetischen Kältemitteln
  • einer langfristig relevanten Kältemittelstrategie
R290 entscheidet nicht allein über

Effizienz und Gebäudeeignung

  • Leistung bei tiefer Aussentemperatur
  • notwendige Vorlauf- und Warmwassertemperatur
  • Schall am massgebenden Immissionspunkt
  • Hydraulik, Regelung und reale Jahresarbeitszahl
Häufige Fragen

R290 verständlich eingeordnet.

Kurze Antworten für die Vorprüfung. Die verbindliche Ausführung bleibt modell- und standortbezogen.

Ist R290 automatisch effizienter?

Nein. Das Kältemittel beeinflusst das System, die reale Effizienz hängt aber zusätzlich von Temperaturhub, Gerät, Dimensionierung, Hydraulik, Regelung und Betrieb ab.

Kann eine R290-Wärmepumpe überall stehen?

Nein. Sicherheitsbereich, Öffnungen, Zündquellen, Gelände, Luftführung, Schall, Fundament und Servicezugang müssen für Modell und Standort geprüft werden.

Warum nennt KT keinen allgemeinen Sicherheitsabstand?

Weil Herstellerangaben je nach Gerät, Kältemittelfüllmenge und Einbausituation variieren. Eine pauschale Zahl könnte bei einem konkreten Modell falsch sein.

Ist die GWP-Zahl für R290 immer gleich?

Die veröffentlichte Zahl hängt von Bewertungsgrundlage und Zeithorizont ab. KT verwendet hier den Schweizer BAFU-Wert GWP 3 aus der Übersicht vom 17. Februar 2025 und nennt den Datenstand ausdrücklich.

Was prüft KT vor der Gerätewahl?

Unter anderem Gebäude, Betriebspunkt, Wärmeabgabe, Aufstellung, Hersteller-Sicherheitsbereich, Schall, Hydraulik, Elektroanschluss, Warmwasser und den notwendigen Servicezugang.

Nächster Schritt

Erst Standort und Gebäude. Dann das Modell.

Erfassen Sie Gebäude und Aufstellsituation oder senden Sie uns einen Lageplan für die technische Vorprüfung.